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Ganz Holland im Rausch: Vor 400 Jahren kam jene farbige Frühlingszwiebel ins Land, die als nationales Symbol längst Käse und Windmühlen hinter sich gelassen hat: Die zweite Tulpenraserei
11. März 1994, 7:00 Uhr
Aus der ZEIT Nr. 11/1994
Inhalt

Seite 1 — Die zweite Tulpenraserei
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Von Kerstin Schweighöfer

Geschlossen sieht der Regenschirm aus wie ein Strauß Tulpen; spannt man ihn auf, wird die Aussicht auf die Wolken aufgepeppt durch rote und gelbe Plastiktülpchen, die rundherum den Schirmrand zieren. Ein ideales Präsent, so der Hersteller, für Geschäftsfreunde oder Liebespärchen im Jahr der Tulpe.

Das populäre Liliengewächs feiert in den Niederlanden seinen 400. Geburtstag – und die ganze Nation feiert mit. 1594 hatte sich das zukünftige Nationalsymbol im Hortus Botanicus von Leiden erstmals durch holländischen Boden gebohrt. Seitdem ist es in aller Welt zum Inbegriff des Frühlingsboten geworden – und Holland mit siebzig Prozent der Welt-Tulpenproduktion zum Tulpenland. Dichter schwärmten von seiner Schönheit, und Maler wie Jan Breughel oder Judith Leyster haben sie auf der Leinwand verewigt. Anno 1994 jedoch treibt die Zwiebelpflanze seltsame Blüten: Aufblasbar kann man damit in der Wanne planschen, mit glühendem Innenleben wird sie zur Wohnzimmerlampe, und Ikea-Freunde bündeln geschnitzte Varianten auf wippenden Holzstengeln – eine Notlösung von Hollands Holzschuhfabrikanten, um das Restholz zu verwerten.

Der Tourist erlebt überall sein blühendes Wunder: Hotels bieten Tulpen-Wochenendarrangements an, inklusive Besuch einer der vielen Sonderausstellungen und Fahrradtouren durch die Anbaugebiete. Zur Stärkung gibt es Tulpen-Menüs, Blätterteig- und Marzipantülpchen oder den rötlich-trüben Tulpen-Cocktail aus Gin, Orangensaft und Aprikosenbrandy, der aber, wie der Barkeeper versichert, glücklicherweise nicht nach Tulpen schmeckt. Am Nordseestrand spielt man in dieser Saison „Tulpenschießen“, bei dem sich die Spieler aus tulpenförmigen Plastiktrichtern den Ball zuschießen.

Auch das Alltagsleben kann fortan etwas blumiger werden: Mit der Tulpen-Spülbürste keimen sogar bei der leidigsten aller häuslichen Tätigkeiten zarte Frühlingsgefühle, und selbst auf dem Klo herrscht Flower-Power – dank des Tulpen-Klopapierhalters. „Wir kommen ja schon jetzt mit der Lieferung kaum nach“, sagt Manager Freek von der Firma Hollander Bogaert. Die Tulpe sei nun mal das Nationalsymbol Hollands, da könne die Konkurrenz – Käse, Holzschuhe und Windmühlen – eben nicht mithalten.

Allerdings stammt das Geburtstagskind eigentlich aus Kleinasien und gelangte von der Türkei aus nach Holland. Heutzutage, so der zynische Kommentar einer Tageszeitung, wäre eine derartige Karriere für eine türkische Emigrantin wohl so gut wie ausgeschlossen. Zu verdanken hat sie sie Carolus Clusius, auch „Erasmus der Botanik“ genannt. Der Südniederländer war Ende des 16. Jahrhunderts Aufseher des Hortus Botanicus. Die ersten Zwiebeln bestellte er beim flämischen Gesandten des Kaisers Ferdinand I. in Konstantinopel, Ogier Ghislain de Busbecq. Ihr Name soll auf dulband, türkisch für Turban, zurückgehen, berichtet Jan de Koning, der jetzige Präfekt des Hortus Botanicus. Es freut ihn zwar, das sein Hortus als Wiege der Tulpe 1994 im Zentrum steht, den ganzen Rummel drumherum aber findet er „an den Haaren herbeigezogen. Und die Tulpe selbst hat ja längst sämtliche Haare lassen müssen.“

Als sie noch nicht domestiziert war, erzählt er melancholisch, hatte sie noch einen leichten Flaum aus Härchen auf dem Stengel. Viel kleiner war sie, blühte in zarteren Farben und war überhaupt charmanter und eleganter als ihre modernen Schwestern, Barbiepuppen gleich mit schrillem Make-up und langen, glattrasierten Beinen. „Ich bin Biologe, und wir Biologen finden dieses hochgezüchtete Zeug nun mal weniger attraktiv.“ Visit me at
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